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Türkis Magazin
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Informationen über die Türkei für urlauber und Auswanderer, besondere Ausflüge und Touren ab der Türkischen Riviera, Lokalnachrichten von Alanya und Umgebung sowie ein deutsches TV-Programm finden Sie im 14-tägig erscheinenden TÜRKIS JOURNAL. Jeweils am 01. und 15. jeden Monats für 2,00 TL ( ca. 1 Eur). Online können Sie die Zeitung hier lesen: www.tuerkisjournal.com
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Das ist eine sehr interessante Frage, die mir schon im Jahr 2001 im Basbakanlik Devlet Personel Baskanligi gestellt wurde. Das geschah in der Kantine dieses Hauses, als ich Gast des obersten Chefs war. Er und viele Mitarbeiter wollten die Meinung eines Deutschen dazu hören, sie wußten, das ich vorher in einem Berliner Bezirk Abgeordneter war und so wurde es eine wirklich interessante Diskusion, um das Für und Wider der Türkei in der EU. Sie sahen viele Dinge genau wie ich und waren sehr realistisch und absolut keine Träumer. Nun sind diese Leute meist hoch gebildet und somit keine Utopisten. Wie das ganze von der Mehrheit des türkischen Volkes gesehen wird, kann ich nicht sagen. Mir kam die Meinung dazu sehr geteilt vor, von sehr dafür bis eben total dagegen.
Unsere Forumsmitglieder, die z.Zt. dort leben können bestimmt mehr über den heutigen Standpunkt sagen.
Ich schreibe hier nicht, zu welchen Ergebnis unsere Diskusion damals gekommen ist, weil wer hier zuerst schreibt, leider auch oft zuerst zerrissen wird. Mir fehlt z.Zt. noch die Lust dazu..........aber vieleicht möchte ein anderer?
LG Ringo
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21.08.2009 23:18 |
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wie sich die EU Standards bis zu einem evtl Beitritt der Türkei entwickeln werden, steht in den Sternen, vor 10 - 15 Jahren wird sich da eher nichts tun.
Krankenversicherung mitnehmen, wohl eher nicht, schau mal nach Spanien, m.W. ein EU Land aus dem deutsche Residenten wegen des Versicherungssystems scharenweise zurückkehren.
Derzeit ist der Zustimmungsgrad zu einem EU-Beitritt innerhalb der Bevölkerung eher sinkend, von über 50% Befürwortern hat sich das Blatt gewendet und derzeit sind ca. 64 % gegen einen Beitritt.
Teuerer Urlaub heißt ja nicht unbedingt mehr Einnahmen, eher das Gegenteil. Es werden noch weniger Urlauber kommen und das meiste Geld bleibt eh bei den Touristikunternehmern, also im Heimatland der Urlauber hängen.
Natürlich steigen auch die Löhne aber nicht im gleichen Maße wie die Teuerung.
Wo die Flocken hin fließen? da hatte schon Luther einen passenden Spruch: "der Teufel scheisset allemal auf den gleichen Haufen".
Auto einfacher einführen, ja, das sollte gehen, aber bis das so weit ist, dürften die jetzigen Fahrzeuge Rost angesetzt haben, Aufenthaltserlaubnis wird sicher einfacher aber ob dieser kleine Vorteil die steigenden Kosten und das ganze Drum und Dran wie vorschriftsmäßig gebogene Gurken, genormte Klodeckel und andere Vorzüge aufwiegt, ist noch die Frage.
Das türkische Sozialsystem wird jetzt schon umgemodelt, meist nicht zum Vorteil von Ali-Normaltürke.
Es bildet sich zwar vermehrt eine Mittelschicht aus, die Schere geht aber dennoch immer weiter auseinander, der Abstand Arm/Reich wird noch größer.
Vor allem wird es durch die zunehmende Verstädterung immer schwieriger. Die Türkei als traditionell landwirtschaftlich geprägtes Land wird zunehmend industriealisiert. Damit geht einher, dass die Großfamilie auseinanderfällt, was direkten Einfluss auf die Einnahmen hat.
Wurde früher eher in einen Topf gewirtschaftet, in einem Haus gewohnt, sich (zumindest teilweise) vom eigenen Feld/Garten ernährt, sind es heute mehrere Haushalte, die versorgt sein wollen und auf den ach so schönen Balkonen Gemüse zu ziehen ist schwierig.
Für mich stellt sich angesichts der Entwicklungen hier und in der EU die Frage, ist die EU eigentlich reif zur Aufnahme der Türkei?
Es ließe sich durchaus auch eine andere Konstellation vorstellen, ein Bund der Türkei mit den nördlichen und östlichen Nachbarn. Diese Karte zieht Erdogan des öfteren mal aus der Tasche, wenns mit dem Westen nicht so recht klappen will.
Nach meiner Einschätzung braucht der Westen die Türkei - wie heißt es so schön, aus Geopolitischen Gesichtspunkten - eher als umgekehrt.
Die Interessen der türkischen und europäischen Wirtschaftsgrößen und die der Industrie tendieren eher zu pro EU und was die wollen wurde ja in der Regel auch gemacht, mögen da Frau Merkel und der kleine Mann aus Paris nach außen anders tönen, man wird ihnen schon erklären, wie man es dem Wahlvolk schmackhaft machen kann.
hG
Reiner
__________________ bir baþka Oba yok ;-)
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22.08.2009 00:58 |
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....das ist schon witzig da schreiben zwei ältere Herren, fast synchron, mitten in der Nacht über ernsthafte Probleme.
Der Eine detailiert aber theoretisch, der Andere Fakten, Fakten, Fakten..
Ich würde beides lesen...
LG Gunnar
__________________ Nicht immer war ich schon so alt - das machten erst die Jahre...
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Keykubat am 22.08.2009 09:36.
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22.08.2009 01:23 |
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Nun, die krummen Gurken darf es ja jetzt in Europa auch geben, diese Verordnung wurde ja abgeschafft. Aber Spaß beiseite.
Was die Aufnahme in die EU angeht, so sind mir die Aufnahmekriterien ziemlich suspekt. Wenn ich z.B. mir Bulgarien anschaue. Was bitte hat dieses Land mehr oder besser, dass es in die EU aufgenommen wurde ? Die Türkei, die bereits seit 1952 Mitglied der Nato ist, war für den Verteidigungsfall von Westeuropa gut genug, aber der wirtschaftliche Anschluß wird ihnen verwehrt. Wovor haben die anderen Angst ? Vor einer Schwemme von Türken, die in den "goldenen Westen " wollen ? Vor dem Islam ? Ich könnte verstehen, wenn die Türkei ziemlich gefrustet ist, dass sie immer und immer wieder hingehalten werden.
Aber auf der anderen Seite verstehe ich, als ein Bewohner der Europäischen Union überhaupt nicht, wie man sich so danach sehnen kann, beitreten zu dürfen.
Bürokratie hoch drei, Vorschriften, Vorschriften, Vorschriften. Die einzelne Staatsregierung sagt hüh, die EU sagt hott. Der ganze Regierungsapparat in Brüssel, in Straßburg und wo sie sonst noch hocken, verschlingt Unsummen.
Sicher ist es bequem, sich innerhalb der EU frei bewegen zu können. Mal eben über die Grenze zu fahren, zum tanken, Kaffee holen etc. aber alles hat auch seine Nachteile. Aber ich, für meinen Teil, brauche die Türkei nicht in der EU. Um länger in der Türkei sein zu dürfen, kann ich mir ein Visum holen. Mit dem Auto zu fahren, lohnt sich bei den kurzen Urlauben, die ich zur Zeit noch machen kann, sowieso nicht. Da reicht auch ein Leihwagen. Wenn ich später länger dort bin, kann ich mir in der Türkei ein Auto kaufen. Dann wird sich sicher eine Möglichkeit finden, für die wenigen Wochen, die ich dann in DE bin, ein Auto zu leihen. Ich denke, dass es in der Türkei auch fast alles zu kaufen gibt, ich brauche mir kein deutsches Bügeleisen oder oder mitzuschleppen ( mit Ausnahme der Kaffeemaschine, die ich jetzt im Gepäck habe, weil ich in der Türkei keine gefunden habe ) Ich werde nie meine Zelte in DE ganz abbauen, darum stellen sich mir manche Fragen überhaupt nicht.
Meiner Meinung nach tut sich die Türkei gar keinen Gefallen, in die EU einzutreten. Wie meine Vorgänger schon schrieben, sind die Leidtragenden dann eh die kleinen Leute.
lg pitty
__________________ die einen kennen mich, die anderen können mich
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22.08.2009 06:34 |
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Jau Micha, Vor allem, was werden wir von Polen bekommen? Zu wem stehen die, wenns drauf ankommt? Im Falle der Nato, lieber mal zu Amerika als zur EU. Bulgarien auch so ein Fall...Korrupt und Unterentwickelt. Jetzt überlegen sie schon, den restlichen Balkan hereinzuholen. Na das wird Toll, zu denen hat Bismark schon kein gutes Wort gefunden. Aber die Türkei wollen sie nicht.....der Grund ist Hauptsächlich der Islam, davor fürchten sich wohl einige.
Aber die Türkei soll da nicht weinen, ihr bisheriger Kurs ist in vielen Dingen nicht schlecht. Ist die EU erst mal da, wird es einige Arbeitslose mehr geben, es wird keine billige Plagiate mehr in den Touristengegenden geben......und dann auch viel weniger Textilhändler und ihre Zulieferer. Das Geschäft machen dann u. a. die Chinesen.
Den schönen Schafskäse, direkt von den Bauern ins Geschäft?.........ach herje....doch nicht mit den EU-Bürokraten.
Man könnte hier stundenlang die Nachteile aufzählen, bei den Vorteilen geht das bedeutend schneller.
Gewinner sind nur die großen globalen Konzerne und denen ist es egal ob ein Land kaputt geht.....so lange der Profit stimmt...........Die EU ist ein Gebilde, was nur für sie interessant ist......... und wohl auch erdacht wurde.
Die anderen sehr wichtigen Dinge wurden schon von Reiner und Gunner sehr schön und klar erläutert und so kommt wohl eher ein nicht so positives Bild der EU für dieses schöne Land zustande.
LG Ringo
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22.08.2009 09:52 |
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