JANUAR 2011
---------------------------------------------
Ohne Virenschutz: Facebook-Wurm infiziert Smartphones
Soziale Netzwerke werden immer häufiger von Betrügern zu kriminellen Zwecken missbraucht. Anwender, die die Netzwerke von ihrem Handy aus besuchen, sind besonders gefährdet. Das IT-Sicherheitsunternehmen Bitdefender berichtet derzeit über eine gefälschte Statusmeldung einer Schülerin, über die ein Virus verbreitet wurde. In der Meldung heißt es, sie sei von der Schule geflogen. Eine Auswertung zeigt, dass die Statusmeldung über 28.000 Mal angeklickt wurde. 24 Prozent griffen dabei von ihrem Handy aus zu. Nutzern wird geraten, auch auf ihrem Smartphone einen Antivirenschutz zu installieren und diesen stets aktuell zu halten. Mehr Infos zu sozialen Netzwerken stehen auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.
Ansichtssache: Trojanisches Pferd versteckt sich in Powerpoint-Präsentation
Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos meldet, versuchen Kriminelle derzeit über präparierte PowerPoint-Präsentationen Schadcode zu verbreiten. In der Präsentation werden verschiedene Sexpositionen gezeigt. Wird die Datei mit dem Namen "real kamasutra.pps.exe" geöffnet, installiert sich ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner, der den Kriminellen Zugriff auf den Computer ermöglicht. Anwender sollten beim Öffnen von Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen stets vorsichtig sein und den Antivirenschutz aktuell halten. Mehr Infos zu Trojanischen Pferden gibt es auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.
iChat-Phishing: Datenfischer nehmen MobileMe-Accounts ins Visier
Kriminelle nutzen derzeit iChat, um an die MobileMe-Login-Daten von Nutzern zu gelangen, berichtet die IT-News-Seite Heise. MobileMe ist ein kostenpflichtiger Online-Service von Apple, der Daten synchron hält. Über iChat, die dazugehörige Chatfunktion, erhalten Nutzer derzeit Nachrichten, die einen Link enthalten. Wird dieser angeklickt, wird man auf eine gefälschte "AIM Fight"-Seite geleitet. Der Dienst vergleicht zu Unterhaltungszwecken die Popularität von AIM Accounts. Auf der Seite wird man aufgefordert, sein MobileMe-Passwort einzugeben. Dieses landet im Anschluss direkt bei den Betrügern. MobileMe-Kunden geraten deshalb immer mehr ins Visier von Datenfischern, da über das Portal auch Einkäufe bei iTunes oder im Apple Online-Store möglich sind. Nutzer sollten daher ihre Login-Daten niemals vorschnell preisgeben. Mehr Infos zum Thema Phishing gibt es auch auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.
Frohes Neues!: Betrüger verschicken vermeintliche Grußkarten-Mails
Betrüger verschicken derzeit massenhaft vermeintliche Grußkarten per E-Mail. Dies meldet die Online-Ausgabe der PC-Welt. Im Text der Mail heißt es, der Empfänger hätte eine Grußkarte erhalten. Darauf folgt ein Link, der den Nutzer auf eine manipulierte Webseite führt. Dort wird man aufgefordert, den Flash-Player zu installieren. Wird die angebotene Datei "install_flash_player.exe" jedoch installiert, wird Schadsoftware auf den Rechner geladen. Diese schließt den Computer an ein Botnetz an. Anwendern wird geraten, die Antivirensoftware stets aktuell zu halten und die Firewall zu aktivieren. Software sollte prinzipiell nur von Original-Herstellerseiten heruntergeladen werden. Mehr Infos zum Thema Botnetze finden Sie auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.
Liebes-Post: Gefährliche Annäherungsversuche per E-Mail
Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Panda Security meldet, geben sich Betrüger derzeit per E-Mail als vermeintliche Verehrer aus dem Ausland aus. In den Nachrichten heißt es, man habe ein Foto des Empfängers in einem sozialen Netzwerk gesehen und würde sich gerne mit diesem treffen. Im Anhang sind Bilder von einer attraktiven Frau oder einem attraktiven Mann - je nachdem, ob Frauen oder Männer angeschrieben werden. Wird auf die Mail geantwortet, heißt es, dass die Person gerne zum Treffen nach Deutschland kommen würde, dazu aber finanzielle Unterstützung benötige. Empfänger solcher Mails, sollten darauf auf keinen Fall antworten, sondern die Nachricht umgehend löschen.
SCHUTZMASSNAHMEN
Schnell installieren: Apple veröffentlicht Sicherheitsupdate für Mac OS X
Apple hat in MAC OS X eine Sicherheitslücke geschlossen. Über die Schwachstelle konnten Anwendungen zum Absturz gebracht oder Schadcode ausgeführt werden. Betroffen sind Mac OS X Version 10.6 bis einschließlich Version 10.6.5 inklusive der Server-Versionen. Anwendern wird geraten, die aktualisierte Fassung Mac OS X 10.6.6 schnellstmöglich zu installieren. Diese kann von der Download-Webseite heruntergeladen oder über die automatische Software-Aktualisierung bezogen werden.
Patchday: Microsoft schließt Sicherheitslücken
Microsoft hat im Rahmen seines Patchdays zwei Updates veröffentlicht, die mehrere Schwachstellen beseitigen. Über die Sicherheitslücken konnten Angreifer bislang Schadsoftware auf fremde Computer schleusen und ausführen. Betroffen sind Windows XP, Windows Vista und Windows 7. Nutzer sollten die bereitgestellten Updates MS11-001 (KB 2478935) und MS11-002 (KB 2451910) umgehend einspielen. Dies geschieht am besten über die automatische Update-Funktion oder einen Besuch der Microsoft-Update-Seite.
Aktiv ausgenutzt: Fixit-Tool für kritische Lücke im Internet Explorer
Eine Schwachstelle im Internet Explorer 6, 7 und 8 ermöglicht Angreifern, mithilfe von manipulierten Webseiten Schadsoftware auf fremde PCs zu schleusen. Für die Sicherheitslücke steht im Internet bereits öffentlich Schadcode zur Verfügung. Microsoft hat nun ein Fixit-Tool veröffentlicht, mit dem sich Anwender vor Ausnutzung der Schwachstelle schützen können. Nutzer sollten das Tool schnellstmöglich installieren. Es steht auf der Microsoft-Seite zum Download bereit. Alternativ hilft es die Internet Explorer Sicherheitseinstellungen [2], [3] in der Zone "Internet" und der Zone "Lokales Intranet" auf "Hoch" zu setzen.
Lücke gestopft: Microsoft stellt Fixit-Tool für Bitmap-Lücke bereit
Microsoft hat für die in der letzten Woche bekannt gewordene Schwachstelle in der Microsoft Bild- und Faxanzeige ein Fixit-Tool zum Download bereit gestellt. Die Sicherheitslücke kann zur Ausführung von Schadcode mit Benutzerrechten genutzt werden. Dazu genügt das Betrachten eines Bitmap-Bildes in Microsoft Windows XP, Server 2003, Vista und Server 2008. Das Bürger-CERT rät Anwendern dazu, das von Microsoft veröffentlichte Fixit-Tool umgehend einzuspielen. Es steht auf der Microsoft-Seite zum Download bereit.
PRISMA
Nicht locken lassen: Datendiebe kennen alle Tricks
Kriminelle lassen sich immer neue Methoden einfallen, um an die persönlichen Daten oder das Geld von Nutzern zu gelangen. Spiegel Online hat die dreistesten Vorgehensweisen zusammengestellt. So gab ein Betrüger etwa eine Sex-Kontaktanzeige auf, sammelte sämtliche Daten der Antwortenden und stellte sie anschließend öffentlich ins Netz. Darunter auch private E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Fotos. Beim Roulettebetrug wird den potenziellen Opfern weisgemacht, sie könnten mit einem einfachen Spielsystem das Online-Roulette austricksen und so an viel Geld gelangen. Über YouTube verteilen Mittelsmänner der Betrüger sogar vermeintliche Anleitungsvideos für das angeblich lukrative Spielsystem. Wird diesen vermeintlich Unbeteiligten vertraut, verliert der Nutzer eine Menge Geld. Anwender sollten generell vorsichtig mit der Preisgabe von persönlichen Daten sein und misstrauisch werden, wenn Fremde hohe Gewinne oder lukrative Verdienstmöglichkeiten versprechen.
Verschmort, überfahren, abgestürzt:
Die zehn spektakulärsten Fälle von Datenverlust 2010
Über die kuriosesten Fälle von Datenverlust berichtet die Online-Ausgabe des PC-Magazins. So nutzte eine Frau das Autodach als Ablage für ihr Notebook, während sie ihr Kind anschnallte. Sie vergaß das Notebook auf dem Dach und fuhr los - das Notebook landete unter den Vorderrädern.
Bei einer Überschwemmung trieb ein Laptop zwei Tage
lang im Fluss. Außer dem Wasser war auch eine Ameise
in das Laufwerk geraten und hing am Schreib-/Lesekopf
fest. Die Daten konnten von einem Datenrettungslabor wiederhergestellt werden - für die Ameise kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Eine Frau ließ ihr Notebook auf dem Boden liegen und verließ für ein paar Minuten den Raum. Ihre kleine Katze nutzte das Gerät in der Zwischenzeit, um ihr Geschäft darauf zu verrichten.
Gefährliches Kleingedrucktes: Gericht entscheidet: Abofallen können Betrug sein
Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, dass das Betreiben von Abofallen-Webseiten im Internet als Betrug gewertet werden kann. Darüber berichtet die IT-News-Seite Golem. Bislang wurden Verfahren häufig eingestellt, da die Staatsanwaltschaften keinen Betrug erkennen konnten - die Opfer hätten die Preisangaben schließlich im Kleingedruckten lesen können. Mehr Infos zum Thema Kostenfallen im Internet gibt es auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.

0 Dollar in zwei Wochen seien möglich. Der Empfänger wird aufgefordert, eine Reihe von persönlichen Daten anzugeben - etwa Name, Adresse, Alter und Beruf. Nutzer sollten auf dubiose Jobangebote, die per E-Mail versendet werden, grundsätzlich nicht reagieren und diese keinesfalls weiterleiten. Mehr Infos zum Thema "Spam" gibt es auf der BSI-FÜR-BÜRGER-Seite.